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Schleswig-Holstein

Digitale Landwirtschaft: Preis für smarte Futterproduktion

Von Bastian Pöhls

Veröffentlicht 23. September 2026

Digitale Landwirtschaft: Preis für smarte Futterproduktion

Zum neunten Mal zeichnet das Land Innovationen aus. Der erste Platz geht an ein Agrar-Start-up aus Kiel.

Sieben digitale Projekte sind mit den Digitalisierungspreisen der Landesregierung ausgezeichnet worden. Die Preisträger haben Innovationen unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Medizin entwickelt. Von Bastian Pöhls Die Digitalisierungspreise sind mit insgesamt rund 95.000 Euro dotiert. Der erste Platz, verbunden mit 25.000 Euro, geht an das Kieler Unternehmen Silolytics.

Das Start-up hat eine Sensor- und Softwareplattform entwickelt, die die Silageherstellung optimieren soll. Während der Futterproduktion liefert das System detaillierte Informationen über Menge und Material im Silo. Ziel ist es, die Produktion so anzupassen, dass möglichst wenig Futter verdirbt. Die Jury sagte dazu: "Während die Landwirtschaft in vielen Bereichen noch vergleichsweise wenig digitalisiert ist, setzt Silolytics auf moderne Datentechnologien in einem wichtigen Wirtschaftszweig für Schleswig-Holstein".

Preise für digitale Innovationen in Medizin und Handwerk Platz zwei (Preisgeld 15.000 Euro) geht an die anymize GmbH aus Kiel. Mit ihrer Entwicklung sollen Unternehmen mit strengen Datenschutzregeln in der Lage sein, KI-Modelle zu nutzen. Das System anonymisiert automatisch sensible Daten, bevor sie an die KI gesendet werden. Die Entwicklung könnte im Medizinbereich eingesetzt werden.

Den dritten Preis (10.000 Euro) gewinnt die Firma Revolvie aus Kuden (Kreis Dithmarschen). Ihre Software soll kleinen Unternehmen, besonders im Handwerk, helfen, Angebote realistisch zu kalkulieren. Das System soll schnell erkennen, ob ein Auftrag profitabel ist oder nicht. Sonderpreise für Umweltschutz und Bildung Den Sonderpreis für umweltfreundliche Entwicklungen (25.000 Euro) erhält die PROGEEK GmbH aus Wees (Kreis Schleswig-Flensburg).

Das Unternehmen hat ein System zur Steuerung der Bewässerung von kommunalen Grünflächen entwickelt. Bodensensoren geben in Echtzeit Informationen über den Wasserbedarf. Die Plattform erstellt daraus optimierte Bewässerungsrouten. Drei Sonderpreise im Bereich Bildung gehen, dotiert mit je 6.500 Euro, an das Dentability Institut aus Köhn (Kreis Plön), die edaira GmbH (Kiel) und die Softstack GmbH (Flensburg).

Der Digitalisierungspreis wird jährlich seit 2018 verliehen. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, des Städteverbands, der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein und des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz.

Quelle: Nachrichten aus Schleswig-Holstein