Mecklenburg-Vorpommern
Das TV-Duell Schwesig versus Holm: Unser Faktencheck
Veröffentlicht 16. September 2026

60 Minuten hat das Duell zwischen Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) und AfD-Herausforderer Holm im NDR Fernsehen gedauert. Hier finden Sie den Faktencheck.
Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Laut Umfragen haben die aktuelle Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm (AfD) die besten Chancen, eine neue Landesregierung anzuführen. Heute Abend trafen sie im NDR Fernsehen aufeinander. Das TV-Duell begleiten wir in diesem Blog mit unserem Faktencheck.
Thema: Bürokratie in Unternehmen Holm spricht über die Bürokratielast in Unternehmen, die in den vergangenen Jahren zugenommen haben soll. Es klagen ja über drei Viertel der Unternehmen über zu viel Bürokratie, dass sie auch noch zugenommen hat in den letzten fünf Jahren. Unsere Einschätzung: Leif-Erik Holm zitiert größtenteils korrekt aus einer bundesweiten Unternehmensbefragung des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat im März 2026 die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung veröffentlicht, die repräsentativ und im Herbst 2025 bei mehr als 1.000 Betrieben bundesweit durchgeführt worden sei.
Demnach berichteten rund 80 Prozent von einem "gestiegenen Aufwand für die Erfüllung gesetzlicher Berichts- und Dokumentationspflichten in den vergangenen drei Jahren". Als wichtigsten Ansatz zum Abbau von Bürokratie nannten die meisten Unternehmen weniger umfangreiche EU-Vorgaben, gefolgt von einer zentral organisierten, digitalen Verwaltung. Thema: Finanzen und Haushalt Leif-Erik Holm äußert sich zu dem erwarteten Haushaltsdefizit des Landes und der von der AfD angestrebten Finanzpolitik. Leider geht im Moment nicht ganz viel mehr, weil Frau Schwesig den Haushalt so heruntergewirtschaftet hat, dass wir 2028 ein Defizit von einer Milliarde haben.
Wir gehen also bewusst vorsichtig mit diesen Dingen um, weil wir solide wirtschaften wollen. Und wir müssen erstmal sparen, auch im Haushalt, um die Bedingungen zu schaffen. Unsere Einschätzung: Die Aussage ist unpräzise und die Schlussfolgerung lässt sich nicht genau überprüfen. Es stimmt, dass der Landesrechnungshof vor einem Haushaltsdefizit warnt.
Die Zahl von einer Milliarde Euro für 2028 geht aus den Angaben allerdings nicht klar hervor. Im bisherigen Wahlkampf ist die Rede von einem "Milliardenloch" und einem Defizit von einer Milliarde Euro. Auch Kandidaten anderer Parteien, wie Daniel Peters (CDU), verwenden diese Begrifflichkeiten. Vermutlich beziehen sie sich dabei auf den Jahresbericht 2026 des Landesrechnungshofs.
Darin heißt es, dass von 2028 an ein Haushaltsausgleich nicht mehr realisierbar sei. Zusammengerechnet ergebe sich für die Jahre 2028, 2029 und 2030 eine Lücke von drei Milliarden Euro. Das Finanzministerium des Landes plant außerdem für die Jahre 2026 und 2027 jeweils rund 0,3 Milliarden Euro netto neue Kredite aufzunehmen. Thema: Lehrer Schwesig nennt Zahlen zu Neueinstellungen von Lehrkräften und dem Bedarf in den nächsten Jahren.
Und deshalb haben wir in den letzten Jahren 4.300 neue Lehrer eingestellt und brauchen in den nächsten Jahren 3.500 neue, weil viele in den Ruhestand gehen. Unsere Einschätzung: Die Zahlen entsprechen größtenteils den aktuellen Angaben des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern. Von 2021 bis 2025 wurden nach Angaben des Bildungsministeriums in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 4.327 Lehrkräfte an öffentlichen Schulen eingestellt (Stand April 2026). Zum zukünftigen Bedarf teilte das Bildungsministerium im August mit, in den kommenden fünf Jahren müssten rechnerisch etwa 3.600 Lehrkräfte eingestellt werden.
Davon bilde das Land circa 2.700 selbst aus. Bereits 2021 hatte das Land eine Prognose zum Lehrerbedarf bis 2035 veröffentlicht, in der der hohe Bedarf damit begründet wurde, dass viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Thema: Abschiebungen Holm äußert sich zu Abschiebungen im ersten Halbjahr 2026, die er für nicht ausreichend erachtet. Frau Schwesig hat das Problem nicht gelöst.
79 Abschiebungen im ersten Halbjahr, das geht so nicht. Unsere Einschätzung: Die Aussage, dass im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 79 Menschen aus MV abgeschoben wurden, ist korrekt. Leif Erik Holm hat die Bundesregierung im Sommer 2026 in einer Kleinen Anfrage nach der Zahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr 2026 (bis 30.06.26) gefragt. Er wollte außerdem wissen, wie viele davon aus Mecklenburg-Vorpommern veranlasst wurden.
Die Antwort der Bundesregierung lautete: "Insgesamt wurden im Zeitraum 1. Januar 2026 bis 30. Juni 2026 18.939 Personen über Abschiebungen und geförderte Ausreisen aus Deutschland rückgeführt. Nach Kenntnis der Bundesregierung sind davon im Zeitraum vom 1.
Januar 2026 bis zum 30. Juni 2026 9.663 Personen abgeschoben worden. Von Mecklenburg-Vorpommern wurden davon 79 für den erfragten Zeitraum veranlasst." Thema: Der NDR-Rundfunkrat Frau Schwesig hat zwei aktive Landtagspolitiker in den NDR Rundfunkrat entsandt. Und ich finde, es gehört sich nicht, dass aktive Politiker im Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sitzen.
Tautz: "Die AfD war selbst vertreten im Rundfunkrat." Holm: "Aber nicht durch einen aktiven Politiker."Tautz: "Mit einer Landtagsabgeordneten." Holm: "Nein, noch nie." Unsere Einschätzung: Der NDR Staatsvertrag erlaubt eine Entsendung aktiver Politiker in den Rundfunkrat. Mit Nadine Julitz und Thomas Krüger sitzen zwei SPD-Abgeordnete des Schweriner Landtags zurzeit im Rundfunkrat. Auch die AfD war mit Romy Schult im NDR Rundfunkrat vertreten. Entgegen Holms Behauptung war Schult in dieser Zeit aktiv als Politikerin tätig - unter anderem als Mitglied des Kreistages Mecklenburgische Seenplatte.
Der NDR Rundfunkrat vertritt die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger im Sendegebiet des NDR. So ist er auch zusammengesetzt: Über die 58 Mitglieder im Rundfunkrat wird die Bandbreite des gesellschaftlichen Lebens in Norddeutschland gespiegelt: Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport, Kirchen, Migranten und viele weitere Organisationen entsenden ihre Mitglieder ehrenamtlich in den NDR Rundfunkrat. Welche Organisationen das sind, legt der NDR Staatsvertrag fest. Dieses vielfältige Gremium überwacht die Einhaltung der Programm-Anforderungen und berät den Intendanten in allgemeinen Programm-Angelegenheiten.
Bis zu elf Mitglieder werden von Parteien entsprechend ihrer Fraktionsgröße entsandt, die in den Landtagen von Hamburg (2), Mecklenburg-Vorpommern (2), Niedersachsen (3) und Schleswig-Holstein (2) mit Fraktionen vertreten sind. Der NDR Staatsvertrag sieht zudem noch zwei Ausgleichssitze vor. Mit Nadine Julitz und Thomas Krüger sitzen zwei SPD-Abgeordnete des Schweriner Landtags zurzeit im Rundfunkrat. Auch die AfD war im NDR-Rundfunkrat vertreten.
2017 entsandte die AfD in Mecklenburg-Vorpommern Romy Schult als Mitglied (bis 30.9.2020). Die AfD war nach der Landtagswahl 2016 im Schweriner Landtag zweitstärkste Fraktion und erhielt einen dieser Sitze. Der andere ging an die SPD. Romy Schult saß nicht - wie in der Live-Sendung zunächst gesagt - im Landtag, sondern war von Mai 2019 bis September 2020 für die AfD im Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte aktiv.
Parteien können Politiker, aber auch "Externe" entsenden. Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk In der Live-Sendung ging es auch um die Positionen der beiden Spitzenkandidaten zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Holm warf dem NDR unter anderem Desinformation vor. Unser Faktencheck läuft...
Thema: Ärztliche Versorgung auf dem Land Manuela Schwesig erklärt das ausgeweitete Programm der Landesregierung, das die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen gewährleisten soll. Deshalb haben wir die Landarztquote eingeführt (...) Auch für andere Fachärzte. Unsere Einschätzung: Es ist korrekt, dass die Landarztquote in diesem Jahr ausgeweitet wurde. Allerdings nur auf eine Facharztrichtung: die Zahnmedizin.
Schwesigs Regierung hat 2020 eine Landarztquote eingeführt. Bei dieser Regelung wird eine gewisse Zahl von Medizinstudienplätzen für Bewerberinnen und Bewerber reserviert: Die müssen sich im Gegenzug verpflichten, mindestens zehn Jahre als Haus- oder Kinderarzt in einem unterversorgten oder potenziell unterversorgten Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern zu arbeiten. Anfang des Jahres 2026 wurde das Gesetz erneuert und umfasst jetzt auch Studienplätze für Zahnmedizin. Thema: Abbruchquote an Schulen Die Spitzenkandidierenden nennen unterschiedliche Zahlen zu Schulabbrechern in MV.
Wir wollen dann in Zukunft wirklich die optimal ausgebildeten Schulabgänger haben, nicht wie jetzt zehn Prozent ohne Abschluss sogar. Es stimmt einfach nicht, dass ein Drittel der Schüler im Land durch die Abiprüfung fallen. (...) Die Durchfallquote ist viel, viel geringer, bei sieben Prozent. Sie haben eben gesagt: ein Drittel.
Und das stimmt nicht. Unsere Einschätzung: Die Aussage von Holm von zehn Prozent ist nur teilweise richtig, weil sie Informationen nicht berücksichtigt. Schwesigs Zahl orientiert sich in etwa an der aktuellen Zahl der Schulabgänger ohne jeglichen Schulabschluss in MV, ist aber nicht mit der tatsächlichen "Durchfallquote" gleichzusetzen. Das Drittel der Schüler, die durch die Abiprüfung fallen, bezog Holm jedoch nicht auf das Land, so wie Schwesig es gesagt hat, sondern auf das Gymnasium in Hagenow.
Im Schuljahr 2024/25 beendeten in Mecklenburg-Vorpommern 14.616 junge Menschen die allgemeinbildende Schule. Das Statistische Amt unterscheidet dabei zwischen "ohne Berufsreife" und "ohne Abschluss". 1.516 Schülerinnen und Schüler hatten keine Berufsreife. Das entspricht 10,4 Prozent und damit tatsächlich ungefähr jedem Zehnten.
Allerdings hatten von diesen 1.516 Schülerinnen und Schülern 607 einen Förderschulabschluss. Ohne jeglichen Abschluss verließen 909 junge Menschen die Schule. Das entspricht rund 6,2 Prozent aller Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Ungefähr jeder zehnte Schulabgänger verließ die Schule 2024/25 ohne Berufsreife, aber nicht ohne jeden Abschluss.
Tatsächlich verließen rund 6,2 Prozent die Schule ohne jeglichen Abschluss. Thema: Kernkraftwerke Schwesig äußert sich zu den Plänen der AfD zur Kernkraft und wie viel grünen Strom das Land derzeit produziert. Aber alle wissen, dass das, was Herr Holm vorschlägt, demnächst weder politisch noch technisch umsetzbar ist. Aber was Herr Holm und die AfD tatsächlich wollen, ist: Kernkraftwerke im eigenen Bundesland bauen.
Und ich will es hier sagen: Wir produzieren schon doppelt so viel grünen Strom, wie wir selbst verbrauchen. Unsere Einschätzung: Grundsätzlich hat Manuela Schwesig recht: Die AfD fordert in ihrem Wahlprogramm, alte Reaktoren zu reaktivieren und Standorte für Neubauten in MV zu prüfen. Auch ihre Bemerkung zur Stromproduktion ist im Großen und Ganzen richtig. Sowohl für die erneute Inbetriebnahme als auch für Neubauten von Atomkraftwerken wären Gesetzesänderungen auf Bundesebene notwendig.
Laut einer Analyse des Fraunhofer Instituts von 2024 könnten Kernkraftwerke, die noch nicht zu weit abgebaut sind, zwar theoretisch reaktiviert werden, dies wäre jedoch mit einem erheblichen Kosten- und Zeitaufwand verbunden. Die Bundesregierung wies bereits 2023 darauf hin, dass die Lizenzen für die alten Kraftwerke erloschen sind und neu vergeben werden müssten. Dafür müssten die Kraftwerke nachweisen, dass sie dem neuesten Stand der "Wissenschaft und Technik" entsprechen. Da sich dieser weiterentwickelt hat, "erscheint diese Nachweisführung (...) technisch nicht möglich".
Auch die Betreiber-Firmen der ehemaligen AKW sprechen sich gegen einen Wiedereinstieg aus. Trotzdem fordert die AfD Mecklenburg-Vorpommern in ihrem Wahlprogramm, stillgelegte Kraftwerke "so schnell wie möglich wieder in Betrieb" zu nehmen. Weiter heißt es: "Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wollen wir prüfen, welche Standorte und Technologien für Mecklenburg-Vorpommern langfristig in Betracht kommen." Tatsächlich wird in Mecklenburg-Vorpommern rund dreimal mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als das Land verbraucht. Thema: Windenergie Manuela Schwesig spricht darüber, wie die AfD mit dem Thema Windkraft umgehen würde.
Die AfD sagt, ihre Parteivorsitzende sagt: Windkraft wieder zurückbauen. Aber wir profitieren gerade davon. Unsere Einschätzung: Es stimmt, dass Alice Weidel geäußert hat, sie wolle alle Windkraftwerke abreißen. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat auf dem Parteitag der AfD im sächsischen Riesa am 11.
Januar 2025 auf der Bühne gesagt: "Wir reißen alle Windkraftwerke nieder! Nieder mit diesen Windmühlen der Schande." Das TV-Duell ist beendet - hier geht es weiter Der Schlagabtausch zwischen Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm im NDR Fernsehen ist vorbei. Unseren Faktencheck führen wir hier im Blog fort. Thema: Nord Stream 2 Holm spricht über die Nutzung von Gas aus Nord Stream 2.
Wir wollen auch das Gas aus Nord Stream nutzen, weil es konkurrenzlos günstiges Gas ist. Und sobald der schreckliche Krieg in der Ukraine zu Ende ist und wir wieder normale Beziehungen zu Russland haben, wollen wir die Leitung wieder in Gang setzen. Unser Faktencheck läuft... Thema: Kostenfreie Kita-Betreuung AfD-Kandidat Holm äußert sich zu der Partei-Position zu kostenfreien Kita-Plätzen.
Sie bringen natürlich diese Mär immer wieder. Wir haben uns natürlich für die kostenfreie Kita immer ausgesprochen. Unsere Einschätzung: Die AfD spricht sich in Ihrem aktuellen Wahlprogramm für die beitragsfreie Kita aus, jedoch hat die Partei in der Vergangenheit auch an der Umsetzung und grundsätzlichen Idee der beitragsfreien Kindertagesstätten gezweifelt. Gegen die beitragsfreie Kita ist die AfD in Mecklenburg-Vorpommern nicht, sondern spricht sich dafür aus.
In ihrem Wahlprogramm heißt es: "Wir stehen zur beitragsfreien Kita als wichtige Familienentlastung." Die AfD fordert aber, dass die Beitragsfreiheit nicht auf Kosten der Betreuungsqualität geht. Ob sich die AfD in MV tatsächlich "immer" für die beitragsfreie Kita ausgesprochen hat, wie Holm sagt, lässt sich nicht abschließend prüfen. Im Programm zur Landtagswahl 2021 schreibt die AfD beispielsweise nur von "einem monatlich bezuschussten Kita-Platz oder einem Erziehungsgeld". In einem älteren Beitrag bezeichnete die AfD die beitragsfreie Kita als "immer fragwürdiger und unvernünftiger".
Im aktuellen Wahlprogramm schreibt die Partei über sich selbst, dass sie sich seit 2016 für kostenfreie Kita-Plätze einsetzt. Thema: Lehrerausbildung und Abbrecherquote Leif-Erik Holm und Manuela Schwesig sprechen über die Lehrerausbildung und die Abbrecherquote bei Lehramtsstudierenden. Wir müssen langfristig natürlich an die Lehrerausbildung rangehen. Die funktioniert nämlich nicht sehr gut.
Denn das sehen Sie ja schon daran, dass zu wenige Lehrer auch diese Option nutzen, dass eben 70 Prozent das Lehramtsstudium sogar abbrechen. Was nicht gut gelaufen ist in der Vergangenheit: Viele junge Menschen wollten gerne Lehrer werden, aber 50 Prozent haben abgebrochen. Unsere Einschätzung: Schwesig und Holm nennen unterschiedliche Zahlen zu den Abbruchquoten von Lehramtsstudierenden in MV. Beide Zahlen sind nicht präzise.
Die Abbruchquote im Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern war in der Vergangenheit hoch. Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern gaben 2023 an, dass "45 Prozent der Studierenden bis zum 10. Semester das Lehramtsstudium verlassen". Im Bericht des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) sind von Schwund- und Abbruchquoten im Lehramtsstudium von bis zu 70 Prozent die Rede (für Regionale Schule).
Allerdings wird in einem Bericht des Landtags Mecklenburg-Vorpommern darauf hingewiesen, dass Schwund nicht gleich Abbruch bedeute: Viele Studierende würden Fach oder Studium wechseln oder Urlaubssemester einlegen. Zum Vergleich: Die bundesweite Abbruchquote im Lehramtsstudium lag laut einem Bericht des Stifterverbandes im Zeitraum zwischen 2019 und 2023 nur bei 41 Prozent. Seit 2022 steigen die Absolventenzahlen im Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern wieder: Von 420 Absolventen im Jahr 2022 auf 492 im Jahr 2024. 2021 waren es allerdings noch 513 Absolventinnen und Absolventen.
Damit liegt die Zahl, trotz des jüngsten Anstiegs, noch leicht unter dem Niveau zu Beginn der Legislaturperiode. Thema: Unterrichtsausfall AfD-Kandidat Leif-Erik Holm äußert sich dazu, wie er den Unterrichtsausfall mindern will. Deswegen weg mit dem Unterrichtsausfall. Deswegen werden wir gleich 400 Lehrer aus den Landesbehörden, die dort jetzt arbeiten, in den Schuldienst zurückbeordern, damit dieser Unterrichtsausfall gleich gelindert wird.
Unsere Einschätzung: Es stimmt, dass - Stand Ende 2024 - etwa 400 Lehrkräfte von den Schulen abgeordnet waren – allerdings handelt es sich dabei vielfach um Teilabordnungen. Aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU vom 13. August 2025 geht hervor, dass zum Stichtag 31. Dezember 2024 genau 394 Lehrkräfte außerhalb der Schule eingesetzt wurden: 60 von ihnen waren an das Bildungsministerium abgeordnet, drei ans Wissenschaftsministerium, 33 an staatliche Schulämter, 284 ans Institut für Qualitätsentwicklung und 14 an sonstige Landesbehörden und Hochschulen.
Allerdings handelt es sich bei sehr vielen um Teilabordnungen. Insgesamt entsprechen die 394 Lehrkräfte 138,2 Vollzeitäquivalenten. Das wichtigste Projekt der Kandidierenden Nach der Begrüßung und der Vorstellung der beiden Spitzenkandidierenden durch kleine Film-Porträts haben Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm jeweils eine Minute Zeit, ihr wichtigstes Projekt in der neuen Legislaturperiode anhand eines Fotos in einem kurzen Statement zu präsentieren. Holm spricht über Bildungspolitik, Schwesig stellt ihre Familienpolitik in den Fokus.
Wie das Faktenchecker-Team arbeitet Unser Check der Fakten im Duell soll Hintergründe liefern und helfen, das Gesagte einzuordnen. Woher stammt eine Zahl? Oder, durch was ist eine Tatsachenbehauptung belegbar? Wir suchen die Quellen, schauen was sie und die Zahlen und Fakten darin aussagen.
Gibt es noch andere Quellen, die wichtig sind für die Aussage und das Thema? Wir versuchen dabei immer, die Ursprungs-Quelle zu finden und stellen die Informationen zusammen. Die Faktenlage, wie sie sich gerade darstellt. Wir wollen also den Kontext liefern.
Ist das geschehen, werden die Fakten von einer unabhängigen Person gegengecheckt. Manche Quellen haben wir vorliegen, andere müssen wir suchen. Das kostet Zeit. Manche Checks stehen bereits in der laufenden Sendung zur Verfügung, andere dauern und sind dann erst nach Ende der Sendung und im Laufe des Abends verfügbar.
Das TV-Duell läuft Sie können den Schlagabtausch im Livestream verfolgen. Nach und nach werden wir dann hier im Blog bestimmte Zitate von Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm einem Faktencheck unterziehen. Gleich geht es los Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm stehen schon im Studio bereit. Wie läuft das TV-Duell gleich ab?
Moderatorin Susanne Stichler und Moderator Thilo Tautz stellen die Fragen. Es geht um die Themen, die den Menschen in MV laut Umfrage von Infratest dimap am wichtigsten sind: Bildung, Wirtschaft, Migration und Gesundheitsversorgung. Die Redezeit der beiden Spitzenkandidaten wird gestoppt, damit sie ähnlich lang ausfällt. Ziel ist, dass sich die Menschen in MV live im NDR einen Eindruck von den wichtigsten Positionen der beiden Spitzenkandidierenden machen können.
Schwesig versus Holm - Ein Vorgeschmack Einer von beiden dürfte die künftige Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern anführen: die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) oder ihr AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm. Im Wahlkampf teilten sie mitunter heftig gegeneinander aus. Laut dem landesweiten Umfrage-Trend wünschen sich zwischen 23 und 28 Prozent der Befragten einen Ministerpräsidenten Holm, 59 bis 60 Prozent dagegen wollen Schwesig weiter in der Staatskanzlei sehen. Auch bei den Beliebtheitswerten dominiert Schwesig im Land.
In unserem Doppelporträt stellen wir beide vor. Auch Leif-Erik Holm ist eingetroffen Inzwischen sind die beiden wichtigsten Personen für das TV-Duell vor Ort. AfD-Politiker Leif-Erik Holm (links) wird von Landesfunkhaus-Direktor Joachim Böskens begrüßt. Das Moderatoren-Duo: Susanne Stichler und Thilo Tautz Susanne Stichler moderiert heute das TV-Duell.
Sie ist das Gesicht des NDR und der ARD, wenn es um Informationen, aktuelle Ereignisse und Sendungen vor Ort geht. Seit vielen Jahren moderiert sie am Abend die Nachrichten-Sendung NDR Info. Sie ist mit Sondersendungen zu den Landtagswahlen und mit den tagesthemen einem bundesweiten Publikum bekannt. Außerdem ist sie in Nachmittagsausgaben der tagesschau zu sehen.
An ihrer Seite steht heute Thilo Tautz. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern kennen ihn vor allem als Moderator des Nordmagazins. 1974 in Neubrandenburg geboren und aufgewachsen studierte er später in Rostock, Berlin und Aberdeen Politik und Germanistik. Bevor er beim NDR volontierte, war er Zeitungsreporter.
Das Nordmagazin moderiert er seit 2006. Fan-Empfang für Schwesig Manuela Schwesig ist bereits am Landesfunkhaus in Schwerin eingetroffen. Vor dem Gebäude haben einige Anhänger auf sie gewartet. MV-Trend: Die AfD lag zuletzt vor der SPD Im jüngsten MV-Trend vom vergangenen Donnerstag (10.
September) hat die AfD in der Gunst der Wählerinnen und Wähler zugelegt. Wie die Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD ergab, kam die Partei auf 38 Prozent (+3). Die SPD lag auf Platz zwei in der Wählergunst, sie erreichte zuletzt 33 Prozent (+1). Die anderen Parteien liegen im Landtagswahlkampf weit abgeschlagen hinter AfD und SPD.
Schwesig und der AfD-Spitzenkandidat im NDR Interview - mit Faktencheck Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat im Vorfeld des heutigen TV-Duells dem NDR Fernsehen bereits ein ausführliches Interview gegeben. Auf Seiten der AfD hat Spitzenkandidat Enrico Schult die Fragen beantwortet. Einige zentrale Aussagen der beiden haben wir einem Faktencheck unterzogen. Holm ist "AfD-Ministerpräsidenten-Kandidat" - was bedeutet das?
Warum tritt eigentlich Leif-Erik Holm für die AfD im TV-Duell gegen Manuela Schwesig an, wo doch Enrico Schult der AfD-Spitzenkandidat ist? Nun, das liegt an einer Besonderheit: Die AfD hat in diesem Wahlkampf mit Leif-Erik Holm einen "Ministerpräsidenten-Kandidaten". Deswegen wird er heute ins TV-Duell geschickt. Holm kandidiert jedoch lediglich in einem Wahlkreis in Schwerin und führt nicht die Landesliste seiner Partei an.
Dort steht der Fraktionsvorsitzende Enrico Schult auf Platz 1. Er ist der AfD-Spitzenkandidat. Ins Rennen um den Posten des Ministerpräsidenten geht Schult nach jetzigem Stand nicht. Spannung vor dem TV-Duell Noch ist das NDR Fernsehstudio in Schwerin menschenleer.
Aber die vier Stehpulte für die beiden Gäste sowie Moderatorin Susanne Stichler und Moderator Thilo Tautz sind schon aufgestellt. Um 21 Uhr geht es dann los. Wer wird bei den Zuschauerinnen und Zuschauern am besten ankommen? Wer hat die besten Argumente auf seiner Seite?
Holm fordert Schwesig heraus - auch in ihrem Wahlkreis Bei der Landtagswahl treffen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm im Schweriner Wahlkreis 8 direkt aufeinander. Holm will Schwesig am Sonntag das Direktmandat abnehmen. So ist die Ausgangslage vor dem heutigen TV-Duell besonders brisant. Rückblick: So lief die TV-Debatte am Dienstag Bevor heute Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm aufeinandertreffen, haben gestern bereits die Spitzenkandidierenden von vier weiteren Parteien für ihre Positionen geworben: Daniel Peters (CDU), Simone Oldenburg (Linke), Peter Schabbel (BSW) und Claudia Müller (Bündnis 90/Grüne).
Hier können Sie den gestrigen Blog inklusive Faktencheck nachlesen: Guten Abend und herzlich willkommen! Wir legen los mit dem Blog zu "Mecklenburg-Vorpommern hat die Wahl: Das Duell". Zu sehen ist die Diskussionsrunde ab 21 Uhr im NDR Fernsehen und hier auf NDR.de. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD) treffen im TV-Duell aufeinander.
Die Sendung kommt live aus dem NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Susanne Stichler und Thilo Tautz moderieren.