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Mecklenburg-Vorpommern

AfD siegessicher: "Es geht nicht um Umfragen, sondern um Wahlergebnisse"

Von Martina Rathke

Veröffentlicht 18. September 2026

AfD siegessicher: "Es geht nicht um Umfragen, sondern um Wahlergebnisse"

Jubel im Saal, Gegendemo vor der Tür: Die AfD-Spitze gab sich zum Wahlkampfabschluss in Neubrandenburg selbstbewusst.

Eine Partei strotzend vor Selbstbewusstsein: Trotz der neuesten Wahlumfrage für Mecklenburg-Vorpommern, in der die SPD knapp vor der AfD liegt, gibt sich die Partei siegessicher. Von Martina Rathke Mit dem Berliner Führungsduo Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie dem Wahlsieger in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat die in Teilen rechtsextreme AfD zum Wahlkampfabschluss in Neubrandenburg ihr Spitzenpersonal aufgeboten. Die Botschaft ist klar: Nach Sachsen-Anhalt will die AfD auch hier als stärkste Kraft in den Landtag einziehen – und aus dieser Position heraus Anspruch auf den Ministerpräsidentenposten erheben. Holm will "Rückführungspolizei" und Inbetriebnahme der Nord-Stream-Pipeline AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm wischt das letzte Umfrageergebnis des ZDF vom Vortag weg, das die AfD mit 36 Prozent einen Prozentpunkt hinter der SPD sieht.

"Alles ist möglich, hat Uli bewiesen. Es geht nicht um Umfragen, es geht um Wahlergebnisse", gibt sich Holm kämpferisch. Das Land müsse vorangebracht werden, viel zu viel sei kaputt gegangen, beklagt er. "Die neue zur Volkspartei herangereifte Kraft, die AfD, muss das Zepter übernehmen." Holm spricht sich für die Inbetriebnahme der Nord Stream-Pipeline und für die Einführung einer "Rückführungspolizei" aus - um diejenigen abzuschieben, die kein Aufenthaltsrecht haben, sagt er.

Die SPD in MV unter Manuela Schwesig habe das Land in den Boden gewirtschaftet. "Wir tauschen jetzt diese Frau gegen blau." Erneut kündigt Holm an, den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. 1.000 Menschen demonstrieren gegen AfD Rund 850 Anhänger jubeln Holm im Saal des Hauses der Bildung und Kultur zu - mit Deutschlandfähnchen, die die Partei zuvor auf den Plätzen verteilt hatte. In der Tiefgarage des Hauses hat die AfD ein Public Viewing eingerichtet, hunderte weitere Menschen würden dort die Veranstaltung verfolgen, heißt es von der AfD.

Währenddessen demonstrierten nach Polizeiangaben in der Spitze bis zu 1.000 Menschen vor dem Haus mit Sprechchören gegen die AfD. Siegmund: Ende des Jahres wird erste AfD-geführte Landesregierung stehen Im Saal Standing Ovations und "Uli-Rufe" für Ulrich Siegmund. Der wird gefeiert wie ein Popstar. "Wir holen unser Land gemeinsam zurück", ruft er den Anhängern zu.

In MV gebe es das erste Mal die Chance, die CDU aus einem Landesparlament zu werfen, so Siegmund. Er gehe davon aus, dass im November oder Dezember in Sachsen-Anhalt die erste AfD-geführte Regierung in Deutschland stehen werde. Bundesvorsitzende Weidel: MV-Wahl hat Auswirkungen auf Berlin Bundesvorsitzender Tino Chrupalla bläst zum Generalangriff gegen die CDU, die in Umfragen in MV im Moment auf sechs Prozent kommen würde. Diese CDU brauche niemand, weder in Mecklenburg-Vorpommern noch im Bund.

Er schwört das Publikum auf einen Machtwechsel ein. Sachsen-Anhalt sei mit einem ersten AfD-Ministerpräsident der Anfang. "Wir werden in Mecklenburg-Vorpommern weitermachen", so Chrupalla. Die Umfrageergebnisse geben das allerdings nicht her.

Der Partei fehlt in Mecklenburg-Vorpommern ein Koalitionspartner. Das BSW kommt laut der aktuellsten Umfrage auf vier Prozent. Co-Vorsitzende Alice Weidel zeigte sich überzeugt, dass die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern Auswirkungen auf Berlin habe. Merz werde in der kommenden Woche seine letzte Rede als Bundeskanzler halten, so Weidel.

"Am Sonntag werden wir Geschichte schreiben", gibt sie den Zuschauern mit auf den Weg.

Quelle: Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern